Forschung

Seit 2012 wird am Thünen-Institut für Ostseefischerei erforscht inwieweit neu konzipierte Fangtechnik z.B. der Verringerung der Beifänge, der Reduzierung des Treibstoffaufwandes und der Erleichterung der Fangverarbeitung dienen können. Hier geht es vor allem um die Erprobung der sogenannten „Elektrobaumkurre“ (Pulsbaumkurre). „Es werden leichte Elektroden in der Baumkurre befestigt, die in Bodennähe ein gepulstes elektrisches Feld erzeugen. Durch diesen alternativen Stimulus kann die Anzahl der Rollen stark reduziert werden bzw. unter Umständen gänzlich darauf verzichtet werden.“ (Thünen-Institut). Von einer Rollenreduzierung an den Schleppnetzen erhoffen sich die Wissenschaftler eine geringere Schädigung des Wattbodens.

 

Im Projekt „Crannet“ beschäftigen sich Forscher mit der Frage, inwiefern der unerwünschte Beifang reduziert werden kann. Im Sommer kann dieser Beifang bis zu 90 % des Fangs ausmachen. „Durch systematische Untersuchungen der (..) standardisierten Garnelennetze unter Einsatz verschiedener Maschenformen und verschieden großer Maschenöffnungen sollen die Veränderungen in der Fangzusammensetzung im Hinblick auf die Längenspektren der Zielart Nordseegarnele, sowie der Beifangarten untersucht werden.“ (Thünen Institut).

Wenn die Maschengrößen der Netze optimiert werden, könnte der unerwünschte Beifang (zu dem auch untermäßige Garnelen gehören) reduziert und so die Garnelenbestände geschont werden.

Quellen und Links:

Stand: 11.04.2013