Ebbe und Flut

Vorraussetzung für die Entstehung von Wattgebieten ist der Einfluss der Gezeiten ("Tiden"). Zweimal am Tag steigt der Wasserspiegel um mehrere Meter an und überflutet große Flächen der Küsten. Dieses Flutereignis dauert bis zum Tidehochwasser, dem höchsten Wasserstand. Bei Ebbe fließt das Wasser zum niedrigsten Stand, dem Tideniedrigwasser, zurück und die Wattflächen fallen trocken. Der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser wird als Tidenhub bezeichnet und variiert im deutschen Wattenmeer zwischen 2,0 und 3,5 Metern. Die Gezeiten (Ebbe und Flut) dauern zusammen 12 Stunden und 24 Minuten und verschieben sich somit täglich um 48 Minuten.

 

Es gibt zwei Kräfte, die Einfluss auf die Weltmeere haben und für die Entstehung der Gezeiten verantwortlich sind: die Gravitation (Anziehung) von Mond und Sonne auf die Erde und die Fliehkräfte des sich drehenden Systems von Erde und Mond. Die Gravitation des Mondes lässt immer an der Stelle, die dem Mond am nächsten ist, einen Flutberg entstehen. Mond und Erde rotieren um einen gemeinsamen Drehpunkt. Deshalb wirken an den äußersten Enden des Systems zusätzlich Fliehkräfte. So entstehen dort Flutberge, unter denen sich die Erde einmal am Tag hinweg dreht. Daraus resultieren zweimal täglich Niedrigwasser und Hochwasser.

Flutberge (www.seaonscreen.org)
Flutberge (www.seaonscreen.org)

Quellen und Links:

Stand: 11.04.2013